Die DoKa – oder: Man lebt nur DREImal
28. Mai 2011 | Von Stephan | Kategorie: AMScene GeschichtenNach der Wiederauferstehung der DoKa im Jahr 2009 – neuer Motor (1,6 L Saugdiesel 50PS) und neuer TüV (09/2009) – hat sie ihre Aufgaben tapfer aber ausgesprochen langsam verrichtet. Im Oktober 2010 hat die Kupplung dann ziemlich unerwartet ihren Geist aufgegeben. Vom Real am Flughafen bis zur Werkstatt waren wegen der durchrutschenden Kupplung nicht mehr als 10km/h möglich und bis zum Erreichen dieser Geschwindigkeit hat man gefühlte 2 Lichtjahre gebraucht.
Da sich im Laufe 2010 gezeigt hat, dass die 50 PS für ein fahrendes Einfamilienhaus wohl zu wenig sind, haben wir uns entschlossen – im Zuge der Reparatur des Kupplungsschadens – wieder auf eine leistungsstärkere Motorisierung umzusteigen.
Auf der Suche haben wir oft neidische Blicke auf den Motor eines, in der Werkstatt rumstehenden, silbernen Audi A4 Avant 1,8T quattros geworfen. Von Zeit zu Zeit wurde der Bietfuchs außerdem auf 2E und ADY Motoren (2.0 8v 115PS VW/Audi/Seat) angesetzt. Auch Motoren wie der 1,9TDI (1Z, AFN), 2,2liter 5Zyl Turbobenziner Audi Motor oder der Boxermotor aus dem Subaru Impreza wurden, unter Einfluss der hohen HC- und NOx-Konzentration, intensiv und lebhaft in der Werkstatt diskutiert.
Zum Glück stand auch eine sinnvolle und vernünftige Alternative vor Ort in Form eines KY/JX-Hybrids zur Verfügung, den Jan Seeger bei einer Motorumbauaktion aus seinem T3 ausgebaut (durch ein o.g. ADY ersetzt) und uns gespendet hat.
Danke Jan!
Beim KY/JX-Hybrid bezeichnet KY den 1,7D Saugdieselmotor mit 60PS aus der VW T3 Motorenpalette. Der JX-Motor ist ein 1,6 Liter Turbodiesel, der ursprünglich auch in unserer DoKa verbaut war. Bei dem Zusammenbau dieser zwei Motoren wurde der Rumpfmotor vom KY- und die Aufladung und das Kraftstoffsystem vom Turbodieselmotor übernommen.
Um unsere Fähigkeiten nicht allzu hoch zu loben, müssen wir ehrlicherweise zugeben, dass dieser KY-JX-Zusammenbau bereits von Jan durchgeführt wurde.
Nach dem Ausbau des Aggregats und Tauschen sämtlicher Dichtungen und der Kupplung am neuen Motor, wurden das Getriebe, die Ölwanne und einige Anbauteile vom alten Motor übernommen. Nach Anschluss der Elektrik und Befüllung des Motors mit Öl ist der neue Motor ohne weiteres angesprungen!
Da die meisten Turbodieselmotoren im T3 wegen Überhitzung ihren Dienst aufgeben, wurde ein Luft-Öl-Wärmetauscher mit Thermostat verbaut.
Wie sich in den kommenden Wochen noch rausstellte, waren die Abgaskrümmerdichtungen nur noch teilweise vorhanden und die Stehbolzen und Muttern fehlten auch noch. Aus diesem Anlass wurde der Abgaskrümmer neu abgedichtet und mit neuen Stehbolzen und Schrauben versehen.
Wir können jetzt also wieder auf unseren alten, zuverlässigen Lastesel vertrauen, der auch gerne für Arbeitseinsätze eingesetzt werden kann.
(Erstellt von Peter E.)


