Die Doka – oder: Man lebt nur zweimal
19. Juli 2009 | Von Michael K. | Kategorie: AMScene Geschichten
Letztes Jahr kam das Aus für die Doka ganz plötzlich. Es muss auf der Autobahn hinter Ulm gewesen sein, wo trotz genügend Öl und Kühlwasser (wurde vor der Abfahrt extra kontrolliert) der Motor seinen Dienst verweigerte Für den Fahrer machte sich dies durch einen Leistungsabfall und austretendes Öl bemerkbar. An eine Weiterfahrt war nicht mehr zu denken.
Ein Rundruf bei den Jungs von der gelben Truppe sollte keine Abhilfe und auch kei- nen Abtransport bis nach Stuttgart bringen, da Altmetall nach den ADAC-Richtlinien zum nahegelegenen Verwerter gefahren wird. So stand die Doka fern der Heimat bis mit Hilfe von Charlys Rettungswagen der Rücktransport zur Werkstatt vollzogen werden konnte.
Nach der Abschleppaktion zur Werkstatt stellte dann eine Gruppe von Wissbegierigen den Grund für den plötzlichen Herztod fest. Hierbei wurden zuerst die Grundzüge der Fahrzeugtechnik kurz dargestellt und dann die Diagnose. Jeder Professor in Vaihingen hätte sich in seinem Tun bestätigt gefühlt. Wo der Motor nun schon draußen war sollte nicht nur “Jugend forscht” das Zerlegen eines defekten Motors dokumentieren sondern gleich einen neuen Motor einbauen.
Die Ersatzteilbeschaffung im Bereich der alten Lieferwagen und insbesondere im Bereich der T2/T3 stellte sich jedoch als kostenintensiv und zeitaufwendig heraus. Bei einem Verwerter wurde dann ein neuer, gebrauchter Motor – jetzt ohne Turbo, aber auch mit 1,6 Litern Hubraum – besorgt. Nun stand der Maschinentausch an. Eine Handvoll Aktive und zwei Zukünftige fanden sich des Nachts in der Werkstatt ein um in einer 6- stündigen Aktion den Tausch der Aggregate vorzunehmen. Für viele war der Motorentausch das erste Erlebnis dieser Art. So wurde auf verschiedenste Weise der Motor an das im Auto verbliebene Getriebe gependelt, bis sich beide trafen. Die ganzen Nebenaggregate wurden nach und nach angeschlossen, hier blieben viele Teile übrig (was einen eigentlich nervös machen müsste), da nicht alles aus dem Turbo-Fundus auch den Weg an den nicht-aufgeblasenen Motor fand. Wer sich noch ein kleines Erfolgserlebnis in der Werkstatt abholen will, der kann den Endtopf montieren und mit frischem Öl und neuem Wasser die alten Schläuche zum pulsieren bringen.
(Artikel aus der AMScene 02/2006 von Jan S.)



Steht die Doka mal zum Verkauf und was soll sie kosten ?